Hautallergie beim Hund – Richtig angehen
- Francesca Zimmermann
- 6. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Juckreiz, Pfotenlecken, gerötete Haut oder immer wiederkehrende Ohrenentzündungen gehören zu den häufigsten Gründen, warum Hundehalter Hilfe suchen. Allergisch bedingte Hautprobleme sind weit verbreitet – werden jedoch oft erst spät oder gar nicht erkannt.
In diesem Artikel erfährst du, wie man bei Hautallergien beim Hund sinnvoll vorgeht, worauf es wirklich ankommt und warum ein strukturierter und ganzheitlicher Ansatz entscheidend ist.
Wie geht man bei Hautproblemen richtig vor?
1. Liegt wirklich eine Allergie vor?
Nicht jedes Hautproblem ist automatisch eine Allergie. Auch Parasiten, Infektionen, hormonelle Störungen oder andere Hauterkrankungen können ähnliche Symptome verursachen. Eine saubere Abklärung ist die Grundlage jeder erfolgreichen Therapie.
2. Welche Art von Allergie liegt vor?
Bei Hunden unterscheidet man vor allem:
Futtermittelallergien
Allergien gegen Umweltallergene
Kombinationsformen, die sehr häufig vorkommen
Ein wichtiger Hinweis können saisonale Verschlechterungen sein. Treten die Symptome immer zur gleichen Jahreszeit auf, lohnt sich ein Blick in den Pollenkalender. Treten die Symptome jedoch ganzjährlich auf, könnte das ein Hinweis auf eine Futtermittelunverträglichkeit sein.
3. Die Ausschlussdiät – ein zentraler Baustein
Die Ausschlussdiät ist nach wie vor der Goldstandard zur Abklärung einer Futtermittelallergie.
Wichtig dabei:
Dauer: 6–8 Wochen konsequent
Nur eine einzige Proteinquelle (Monoprotein) oder ein hochwertiges hypoallergenes Futter
Keine Leckerlis, keine Kauartikel, kein Füttern vom Tisch
Nach der Diätphase werden einzelne Proteinquellen schrittweise wieder eingeführt – jeweils mit einem Abstand von mindestens 7 Tagen. So lässt sich klar erkennen, was der Hund verträgt und was nicht.
Monoprotein oder hypoallergenes Futter – was ist der Unterschied?
Monoprotein-Futter
Hier wird nur eine tierische Eiweissquelle verwendet, z. B.:
Pferd
Ente
Kaninchen
Truthahn
Wichtig ist ein genauer Blick auf die Zutatenliste: Versteckte Proteinquellen wie Erbsen, Innereien, beigefügte tierische Fette (häufig Hühnerfett) oder sonstige Zusatzstoffe können zu Unverträglichkeiten bei Allergikern führen.
Hypoallergenes Futter
Bei hypoallergenem Futter sind die Proteine so stark aufgespalten, dass das Immunsystem sie oft nicht mehr als Allergene erkennt.
👉 Wichtig zu wissen: Manche Hunde reagieren dennoch. In diesen Fällen kann ein Wechsel der hypoallergenen Futterlinie sinnvoll sein.
Ernährung aus Sicht der TCM – praktische Tipps
Häufig allergiefördernd:
Lamm
Huhn
Je nach Individuum weitere Fleischquellen
Meist besser verträglich:
Ente
Kaninchen
Truthahn
Fisch wird von vielen Allergikern gut vertragen – mit einer wichtigen Ausnahme:
Thunfisch kann allergische Symptome verstärken
Außerdem zeigt die TCM-Praxis: Trockenfutter wird von allergischen Hunden häufig schlechter vertragen als Nassfutter.
Ganzheitliche Therapie bei Hautallergien
Eine erfolgreiche Behandlung besteht fast immer aus mehreren Bausteinen:
Individuelle Fütterungsanpassung
Akupunktur zur Regulation des Immunsystems
TCM-Pflanzenformulierungen zur Reduktion allergischer Reaktionen
Gegebenenfalls Aufbau der Darmflora
Aufbau der Hautbarriere mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren
⚠️ Wichtig: Das richtige Verhältnis der Fettsäuren ist entscheidend.
Nicht jedes Öl ist geeignet:
Lachsöl kann bei Allergikern ein Aufflammen der Symptome auslösen
Oft ist veganes Algenöl besser verträglich als Fischöl
Wichtige Fakten, die Hundehalter wissen sollten
Die Verträglichkeit von Futterbestandteilen kann sich im Laufe des Lebens verändern
Hunde können sensibler – oder auch toleranter – auf bestimmte Proteine reagieren
Eine lebenslange Anpassung der Ernährung ist bei Allergikern meist notwendig
👉 Ein allergischer Hund bleibt ein allergischer Hund – mit der richtigen Betreuung kann er dennoch meist eine gute Lebensqualität haben.
Unterstützung für dich und deinen Hund
Wenn dein Hund unter Hautproblemen leidet und du dir einen klaren, individuellen und ganzheitlichen Fahrplan wünschst, begleite ich euch gerne.
📩 Nimm Kontakt auf oder informiere dich weiter auf meiner Website. Gemeinsam finden wir heraus, was deinem Hund wirklich hilft.
Die Illustrationen findest du unter "Merkblätter".
















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