Hautallergien beim Hund: Ursachen, Rassen & Symptome
- Francesca Zimmermann
- 6. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Hautprobleme und Allergien gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Hunden. Vielleicht fragst du dich: Wer ist besonders betroffen, und wie entstehen diese allergischen Reaktionen? In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über Haut-Allergien bei Hunden, typische Symptome, die häufigsten Auslöser und welche Rassen besonders anfällig sind.
Französische Bulldoggen besonders betroffen
Studien zeigen, dass Französische Bulldoggen (Frenchies) überdurchschnittlich häufig von Allergien betroffen sind. Rund 49 % dieser Rasse leiden an einer Form von Haut-Allergie. Besonders häufig treten Futtermittelallergien und atopische Dermatitiden auf.
Genetische Prädispositionen bei Hunderassen
Nicht nur Frenchies sind anfällig. In der Schweiz zeigen sich Allergien besonders häufig bei diesen Rassen:
West Highland White Terrier
Boxer
Französische Bulldoggen
Vizsla
Bullterrier
Rhodesian Ridgeback
Basset
Das bedeutet, dass bestimmte Rassen ein höheres Risiko haben, allergische Reaktionen zu entwickeln.
Was sind Hautallergien?
Eine Hautallergie entsteht, wenn das Immunsystem überreagiert. Es erkennt eigentlich harmlose Stoffe – wie Proteine im Futter oder Umweltallergene – fälschlicherweise als Bedrohung. Typische Symptome einer Allergie sind:
Juckreiz und übermäßiges Lecken der Pfoten
Rötungen der Haut
Entzündungen insbesondere an Pfoten, Innenschenkeln und Kopf
Wie häufig sind Allergien?
Statistisch leiden etwa 10–15 % aller Hunde an einer Allergie gegen Umweltallergene (atopische Dermatitis). Innerhalb dieser Gruppe weisen 25–49 % der Hunde eine Futtermittelallergie.
Entstehung von Futtermittelallergien
Die häufigsten Auslöser sind Proteine. Grundsätzlich kann dein Hund gegen jede Proteinquelle allergisch werden, selbst wenn er sie zuvor über Jahre problemlos vertragen hat. Eine gestörte Darmbarriere oder ein unausgeglichenes Darm-Mikrobiom kann die Entstehung von Allergien begünstigen.
Ein großer Teil des Immunsystems sitzt in und um den Darm. Wenn der Darm „undicht“ wird, gelangen vermehrt Proteine aus der Nahrung in den Körper und kommen so verstärkt mit dem Immunsystem in Kontakt. Das Immunsystem erkennt diese Proteine dann manchmal fälschlicherweise als Fremdmaterial, das bekämpft werden muss. Dadurch kann dein Hund sensibilisiert werden: Das bedeutet, dass der Körper lernt, auf diese eigentlich harmlosen Stoffe übermäßig zu reagieren. Kommt er später erneut damit in Kontakt, reagiert das Immunsystem schneller und stärker – die Allergie ist geboren.
Fazit
Hautallergien bei Hunden treten häufig auf, können aber mit dem richtigen Wissen und der richtigen Betreuung erkannt und angegangen werden. Besonders Rassen wie die Französische Bulldogge haben ein erhöhtes Risiko. Wenn du bei deinem Hund Symptome wie starken Juckreiz oder Hautrötungen feststellst, lohnt sich eine frühzeitige Abklärung beim Tierarzt. So kannst du die Lebensqualität und das Wohlbefinden deines Vierbeiners nachhaltig verbessern.
Die Illustrationen findest du unter "Merkblätter".
















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